ABB-Roboter testen auf COVID-19 in Singapur

09. Oktober 2020 14:30

Zürich - Ein automatisiertes Laborsystem verarbeitet in Singapur bis zu 4000 Tests auf das Coronavirus am Tag. Das von Forschungsinstitutionen aus Singapur entwickelte System setzt Roboter von ABB ein. Der Zürcher Konzern hatte zudem Unterstützung bei Simulation und Programmierung geleistet.

Singapur setzt ein neuartiges automatisiertes Laborsystem, den sogenannten Rapid Automated Volume Enhancer (RAVE), für Tests auf das Coronavirus ein, erläutert ABB in einer Mitteilung. Die von Forschungsinstitutionen in Singapur entwickelte Anlage verwendet hochpräzise Roboter des Typs IRB 910 SCARA von ABB. Zudem hat der Zürcher Technologiekonzern das Projekt durch Bereitstellung von Simulationstechnologie und in der Programmierung unterstützt.

Anfänglich hatte ABB vier Roboter für die ersten beiden RAVE-Einheiten geliefert. Inzwischen habe der Konzern einen Auftrag für die Lieferung weiterer 14 Roboter erhalten, informiert ABB. „Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Gesundheitswesen in Singapur zur Bewältigung dieser drängenden Herausforderung beizutragen“, wird Sami Atiya in der Mitteilung zitiert. Das neue Laborsystem habe Singapurs Testkapazitäten durch die Automatisierung verschiedener Laborprozesse gesteigert, meint der Leiter des Geschäftsbereichs Robotik & Fertigungsautomation von ABB. „Dabei übernehmen unsere Roboter verschiedene repetitive und riskante Aufgaben und helfen, die Arbeitsbedingungen für Laborkräfte zu verbessern sowie das Ansteckungs- und Ermüdungsrisiko zu verringern.“

Der Mitteilung zufolge ist ABB derzeit in noch ein weiteres Projekt im Gesundheitswesen involviert. Bei einer Studie der Polytechnischen Universität Mailand zur Unterstützung von Krankenhäusern bei Antikörpertest wird der von ABB entwickelte Industrieroboter YuMi eingesetzt. Der Zweiarm-Roboter soll rund drei Viertel der Testvorgänge automatisieren und bis zu 450 Proben pro Stunde verarbeiten. hs

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