Weltkonjunktur treibt Schweizer Wirtschaft an

Einer Mitteilung von economiesuisse zufolge wird das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz in diesem Jahr um 1 Prozent und im nächsten Jahr um 2,2 Prozent steigen. Das „Anziehen der Weltkonjunktur“ wird vom Wirtschaftsdachverband dabei als „wichtigster Wachstumstreiber für die Schweizer Wirtschaft“ bezeichnet. Insbesondere aus Europa sollten kräftige Impulse kommen, da neben der „Lokomotive“ Deutschland auch Frankreich und Italien wirtschaftliche Erholung zeigten. 

Der gegenüber dem Euro abgeschwächte Franken sei dabei nicht nur für den Schweizer Tourismus förderlich. „Noch wichtiger jedoch ist, dass sich die Marge im Export auf breiter Basis erholt und vielen Unternehmen wieder eine höhere Investitionstätigkeit erlaubt“, wird der Chefökonom von economiesuisse, Rudolf Minsch, in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge „beginnen sich die strukturellen Anpassungen in der gesamten Wertschöpfungskette der Schweizer Exportindustrie nun auszuzahlen“. 

Im Hinblick auf die Binnenwirtschaft zeichnet Minsch hingegen ein durchwachsenes Bild. Den Branchen Energie, Telekommunikation und Druck sagt der Chefökonom sinkende Wertschöpfung voraus. Auch das Baugewerbe hat nach Einschätzung von economiesuisse„den Zenit überschritten“. Gesundheitswesen und Versandhandel wird dagegen Wachstum, der Finanzindustrie „eine stabile, aber moderate Entwicklung“ prognostiziert. hs