Schweizer Banken sind in Aufbruchstimmung

Einer Mitteilung von EY zum aktuellen Bankenbarometer der Unternehmensberatung zufolge rechnen 82 Prozent der für die Studie befragten Schweizer Banken in diesem Jahr mit steigenden operativen Ergebnissen. „Viele Banken haben in den letzten anspruchsvollen Jahren eine relativ hohe Widerstandsfähigkeit an den Tag gelegt und daraus ein neues Selbstbewusstsein entwickelt“, wird Patrick Schwaller, Managing Partner, Audit Financial Services, bei EY in der Schweiz, zu diesem Rekordwert der letzten Jahre in der Mitteilung zitiert. 

Mit 87 Prozent sind die meisten Banken darüber hinaus der Überzeugung, dass der Finanzmarkt mit der verschärften Regulierung stabiler als vor der Finanzkrise ist. Die Umsetzung der verschärften Vorschriften hatte die Branche in den vergangenen Jahren vorrangig beschäftigt. Knapp vier von zehn Banken sehen das Ende der Regulierungswelle nun erreicht. Etwa ebenso viele Institute wollen ihren strategischen Fokus in diesem Jahr wieder auf Innovation und Wachstum verschieben. 

Fast neun von zehn Befragten sehen ihr Geschäft von der anhaltenden Negativzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) beeinträchtigt. Die überwiegende Mehrheit geht davon aus, dass sich das Zinsumfeld auch in diesem Jahr nicht ändern wird. Das Kreditgeschäft bleibt für die meisten Institute dennoch attraktiv. Die Banken seien insbesondere bei KMU-Kreditfinanzierungen optimistisch, erläutert Schwaller in der Mitteilung. 

Die Digitalisierung hat sich in der Branche vom Trend zur Realität entwickelt. Drei Viertel der befragten Banken planen, in Zukunft auch Roboter oder virtuelle Assistenten einzusetzen. Das Thema Cybersicherheit rückt gleichzeitig immer stärker in den Fokus der Branche. hs