NASA und DLR untersuchen gemeinsam alternative Treibstoffe

Ein Messflugzeug folgt dem A320 ATRA des DLR bei einem Testflug. Bild: DLR

Mit gemeinsamen Forschungsflügen wollen DLR und NASA die Klimawirkung des Luftverkehrs untersuchen, informiert das DLR in einer Mitteilung. Konkret sollen die Emissionen von Kraftstoffen gemessen werden, die aus einer Mischung von Kerosin und alternativen Kraftstoffen bestehen. Frühere Forschungen haben bereits gezeigt, dass die Beimischung alternativer Kraftstoffe die Russemissionen der Flugzeuge deutlich verringert. An den Russpartikeln kondensiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf, was zur Bildung von Kondensstreifen hinter dem Flieger führt. „Diese Frage ist von grosser Bedeutung, weil Kondensstreifen und die sich daraus bildenden Zirruswolken vermutlich eine grössere wärmende Wirkung auf die Erdatmosphäre haben, als alle über mehr als 100 Jahre in der Atmosphäre gesammelten Kohlendioxid-Emissionen des Luftverkehrs zusammen“, wird DLR-Forscher Hans Schlager in der Mitteilung zitiert.

Bei den geplanten Forschungsflügen sollen die Emissionen verschiedener Kraftstoffmischungen verglichen werden. „Besonders interessiert uns, wie sich die Russemissionen der unterschiedlichen Treibstoffe auf die Strahlungseigenschaften und Lebensdauer der Kondensstreifen auswirken“, erläutert Schlager. 

Der erste Forschungsflug ist für den 16. Januar 2018 angesetzt. Bis zum 2. Februar sind insgesamt 80 Flugstunden geplant. Dabei wird das DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA mit verschiedenen Kraftstoffmischungen im Einsatz sein. Eine DC-8 der NASA folgt ihm, um die Russpartikel, Gasemissionen und Eiskristalle in seinem Kondensstreifen zu messen. Die DC-8 wurde dafür mit einer Vielzahl von Messinstrumenten ausgestattet, die zum Teil vom DLR zur Verfügung gestellt wurden. hs