Kanton Zürich will Vermögen in Kryptowährungen besteuern

Guthaben in Kryptowährungen zählen zu den Vermögenswerten, stellt die Steuerverwaltung des Kantons Zürich in einer präzisierenden Mitteilung zur steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen klar. Der Besitz von Bitcoin und anderen Kryptowährungen sei „wirtschaftlich vergleichbar mit dem Besitz von Bargeld oder Edelmetallen“, heisst es dort. Die Guthaben müssen daher im Wertschriften- und Guthabenverzeichniss deklariert werden. 

Jeweils zum Ende der Steuerperiode muss dem Wertschriften- und Guthabenverzeichniss dabei ein Ausdruck der digitalen Brieftasche beigefügt werden. Die Guthaben sollen „aus Gründen der Einfachheit“ als übrige Guthaben deklariert werden. Für die geläufigste Kryptowährung Bitcoin gibt die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hierbei einen Jahresendsteuerkurs vor. Für die anderen Kryptowährungen gilt der Jahresschlusskurs der für die jeweilige Währung gängigsten Börsenplattform. 

Bei der Einkommenssteuer werden Kursgewinne und Kursverluste bei Kryptowährungen, die bei Privatvermögen anfallen, nicht berücksichtigt. Für Geschäftsvermögen in Kryptowährungen finden die geltenden steuerrechtlichen Bestimmungen über die selbstständige Erwerbstätigkeit Anwendung. Wer für das Schürfen von Kryptowährungen allerdings Rechenleistung gegen Entgelt zur Verfügung stellt, schafft damit auch als natürliche Person steuerbares Einkommen. hs