Hautgeruch verrät Malaria

In den Tropen und Subtropen sterben jährlich mehrere hunterttausend Menschen an Malaria, informiert die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) in einer Mitteilung. Viele weitere werden infiziert, ohne Symptome zu entwickeln. „Gerade bei diesen Personen muss man ansetzen, wenn man die Ausbreitung der Krankheit eindämmen will“, wird Consuelo De Moraes, ETH-Professorin für Biokommunikation und Ökologie, in der Mitteilung zitiert. 

Gemeinsam mit weiteren ETH-Wissenschaftlern und Forscherkollegen am Internationalen Zentrum für Insektenphysiologie und -ökologie (ICIPE) in der kenianischen Hauptstadt Nairobi hat De Moraes einen Weg gefunden, Infizierte auch ohne äussere Symptome zu erkennen. Dazu erforschten die Wissenschaftler Veränderungen in den von der Haut ausgedünsteten flüchtigen chemischen Verbindungen, die durch den Malariaerreger ausgelöst werden. 

Den Forschern gelang es dabei, charakteristische Signaturen für akute und asymptomatische Malaria-Infektionen zu identifizieren. „Die spezifische Geruchssignatur der Erkrankung wird aber nicht erzeugt durch die An- oder Abwesenheit von spezifischen Verbindungen, sondern durch Konzentrationsänderungen von Stoffen, die auch bei Gesunden vorhanden sind“, erläutert De Moraes in der Mitteilung. 

Für die Forschergruppe ist die Identifizierung der Geruchsprofile ein erster Schritt zur Entwicklung einer zuverlässigen, preisgünstigen und praktikablen Diagnosemethode für Malaria. Zu einer solchen wollen sie, unterstützt durch eine eine Partnerschaft mit der Bill Gates Foundation, weiter beitragen. hs