Harter Winter lässt Treibhausgasemissionen steigen

Die Effizienz der Fahrzeuge ist zwar seit 1990 gestiegen, aber die grössere Zahl der gefahrenen Kilometer hat dies überkompensiert. Bild: pasja1000/Pixabay

Am heutigen Freitag hat die Schweiz ihr Treibhausgasinventar für die Jahre von 1990 bis 2016 beim UNO-Klimasekretariat eingereicht, informiert das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in einer Mitteilung. Die Treibhausgasemissionen für 2016 wurden darin auf insgesamt 48,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (CO2eq) beziffert. Im Jahr zuvor war dieser Wert um 0,4 Millionen Tonnen geringer ausgefallen. 

Das BAFU führt den Anstieg auf den kalten Winter 2016 zurück. Dadurch seien die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor 2016 gegenüber 2015 um 3,6 Prozent auf 13,2 Millionen CO2eq gestiegen, heisst es in der Mitteilung. Die über die gesamte Zeitreihe zu beobachtenden Schwankungen der Emissionen im Gebäudesektor sind für das BAFU „ein Anzeichen dafür, dass der Gebäudesektor nach wie vor stark von fossilen Brennstoffen abhängt“. Gegenüber 1990 konnten die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor allerdings um 23 Prozent vermindert werden. 

Die von der Industrie 2016 emittierten Treibhausgase lagen mit 10,9 Millionen Tonnen CO2eq um 16 Prozent unter dem Wert von 1990. Gegenüber 2015 blieben sie jedoch nahezu unverändert. Auch die Emissionen der Landwirtschaft lagen 2016 wie bereits in den Vorjahren unverändert bei etwa 6,5 Millionen Tonnen CO2eq. Gegenüber 1990 ist hier eine Einsparung um 10 Prozent gelungen. 

Im Sektor Verkehr fielen die Emissionen 2016 mit 15,3 Millionen Tonnen CO2eq um 3 Prozent höher aus als 1990. Seit Jahren werden in diesem Sektor rückläufige Emissionen pro Kilometer durch die Zunahme der zurückgelegten Kilometerzahl kompensiert. hs