Gute Qualität für weniger Wein

Bild: Weinreben an den Hängen von Lavaux mit Blick auf den Genfersee. (Ian / Flickr)

Mit 79 Millionen Litern wurde das niedrigste Ergebnis seit 1978 verzeichnet, heisst es in einer Medienmitteilung des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW). Im Vergleich zum Vorjahr ging die Weinlese um 28,5 Millionen Liter beziehungsweise 27 Prozent zurück. Als Gründe dafür werden „die massiven Nachtfröste im April sowie vereinzelter Hagelschlag im August“ genannt. Besonders betroffen war davon die Westschweiz mit einer um 28 Prozent reduzierten Weinlese.

Die Menge wurde zusätzlich durch den heissen und trockenen Sommer reduziert. 2017 hatte den drittwärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen, nur 2003 und 2015 waren wärmer. Da der Sommer 2016 sehr nass war, wurden 2017 auch weniger Blüten und Trauben ausgebildet. Die kleineren Beeren wiesen weniger Saft und einen hohen natürlichen Zuckergehalt auf. In der Mitteilung wird die Traubenqualität somit als „sehr zufriedenstellend“ bezeichnet.

Den jährlichen Verbrauch von Schweizer Wein beziffert das BLW mit 100 Millionen Litern. Insofern sei bereits zum vierten Mal in fünf Jahren die Konsummenge unterschritten worden. jh