Blockchain ist mehr als Bitcoin

„Die Bitcoin-Blase platzt – im Zuger Crypto Valley wachsen die Bedenken“, ist ein Beitrag von Erich Aschwanden in der „Neuen Zürcher Zeitung“ überschrieben. Die Stadt Zug hatte 2016 als erste staatliche Institution weltweit die Kryptowährung Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. Gestützt auf eine grosse Zahl von Ansiedlungen von Unternehmen im Bereich der Blockchain-Technologie hatten Stadt und Kanton das Zuger Crypto Valley ausgerufen. 

Dem Bericht zufolge nähert sich das vor zwei Jahren ausgebrochene Kryptofieber nun jedoch seinem Ende. Für die Grünen im Kanton Zug dienen Kryptowährungen vorzugsweise der Verschleierung unlauterer finanzieller Transkationen. „Zug und die Schweiz dürfen nicht in den Geruch geraten, Terrorismus, Geldwäsche und Steuerhinterziehung auf diesem Weg zu fördern“, fordert der grüne Kantonsrat Andreas Hürlimann laut dem Artikel. Ihm zufolge wurde der Währungstausch für kriminelle Erpressungen im Zusammenhang mit dem Computervirus Wanna Cry über eine Zuger Handelsbörse abgewickelt. Dem Generalmanager der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Agustín Carstens, zufolge ist aus Bitcoin gar „eine Kombination aus Spekulationsblase, Schneeballsystem und Umweltkatastrophe geworden“.

Wenn man von den digitalen Währungen absehe, habe die Blockchain-Technologie jedoch „durchaus Potenzial für den Standort Zug“, argumentiert hingegen der Gemeinderatspräsident von Baar, Andreas Hotz, im Bericht. Der Ansicht des FDP-Manns schliesst sich auch der Grüne Hürlimann an. hs