Pro Natura fordert mehr Geld für Naturschutz

In der Schweiz seien „viele Lebensräume zerstört oder beeinträchtigt worden“, konstatiert Pro Natura in einer Mitteilung. Die noch vorhandene Natur müsse „gepflegt und aktiv geschützt werden“. Die dafür von der Schweiz bereitgestellten Mittel seien jedoch zu gering, kritisiert die Umweltschutzorganisation. Konkret betrügen sie nur einen Bruchteil der Gelder für die Landwirtschaft, „mit denen die Schädigung der Natur teils aktiv gefördert wird“. 

In der aktuellen Ausgabe des Magazins von Pro Natura fällt der Schwerpunkt daher auf das Thema Finanzen für den Naturschutz. Dabei wird unter anderem der Frage nachgegangen, ob die Ökonomisierung der Natur dem Naturschutz dienlich sein könnte. Der Direktor der Bundesamts für Umwelt (BAFU), Marc Chardonnens, setzt sich mit Defiziten im Naturschutz auseinander. 

Darüber hinaus wird im aktuellen Magazin unter anderem die Olympia-Kandidatur von Sitten kritisch beleuchtet. Pro Natura führt hier den US-Ökonomen und Olympia-Experten Andrew Zimbalist an, nach dessen Ansicht es unmöglich ist, Olympische Spiele nachhaltig zu gestalten. Dem Bienensterben ist ein weiterer Beitrag des Magazins gewidmet. Hier erläutert der Insektenforscher Yves Gonseth, warum auch die Schweiz von einem dramatischen Insektenverlust bedroht ist. Als Tier des Jahres wird das Hermelin und seine Abhängigkeit von strukturreichen Lebensräumen vorgestellt. hs